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Mehr als 900 Menschen haben mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Stadtkirche Bad Salzungen Abschied genommen von den drei gefallenen Bundeswehrsoldaten. Unter den Trauergästen waren Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung, der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Wolfgang Schneiderhan sowie der Wehrbeauftragte des Bundestags, Reinhold Robbe und Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus. „Sie waren gute Soldaten und echte Patrioten“, sagte Jung in seiner Traueransprache.
„Wir trauern und sind tief erschüttert über den Verlust dieser guten Soldaten. Er führt uns deutlich vor Augen, welch hohen Preis wir zahlen, damit wir in Deutschland in Frieden und Freiheit leben können“, so Jung zu den Trauergästen.
Die Soldaten stammten aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg und waren am 23. Juni bei einer gemeinsamen Operation deutscher und afghanischer Sicherheitskräfte nahe Kunduz unter Beschuss geraten.
Bei einem Ausweichmanöver stürzte ihr Transportpanzer in ein Flussbett. Zwei Soldaten waren sofort tot, ein weiterer erlag wenig später seinen schweren Verletzungen. Die Gefallenen, drei Hauptgefreite im Alter zwischen 21 und 23 Jahren, gehörten dem Panzergrenadierbataillon 391 in Bad Salzungen an, aus dem derzeit rund 160 Soldaten in Afghanistan im Einsatz sind.
Einer der getöteten Männer war kurz vor dem Einsatz vom Fallschirmjägerbataillon Zweibrücken in Rheinland-Pfalz nach Thüringen abkommandiert worden.
Sinn des Einsatzes
„Die Hauptgefreiten Martin Brunn, Alexander Schleiernick und Oleg Meiling starben bei einem Auftrag, der das Leben anderer schützen sollte“, betonte Jung. „Der gewaltsame Tod dieser drei jungen Menschen konfrontiert uns alle mit der Frage nach dem Sinn dieses Einsatzes in Afghanistan“, sagte der Minister.
Die Mitglieder der Bundesregierung und die Mitglieder des Bundestages haben die Soldaten nach Afghanistan geschickt: „Wir tragen die Verantwortung, und wir sind Ihnen heute eine Antwort schuldig.“ Die Bundeswehr ist in Afghanistan, weil sie die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger Deutschlands schützt, so Jung. „Das ist unsere Pflicht und unser verfassungsmäßiger Auftrag.“
Gleichzeitig stellte er mit Nachdruck heraus: „Diejenigen, die jetzt an Rückzug denken, würden Afghanistan wieder in die Hände der Taliban geben. Genau das ist es, was die Taliban erreichen wollen. Und das dürfen wir auch im Interesse unserer Sicherheit nicht zulassen.“
Verneigung vor den Soldaten
Demzufolge stellte Jung klar, dass „wir in unserem Engagement nicht nachlassen und uns weiterhin Hand in Hand mit der internationalen Gemeinschaft und der afghanischen Armee und der afghanischen Polizei den Handlangern des Terrorismus entschieden in den Weg stellen.“
Das hätten die drei Soldaten getan. „Wir sind hier alle zusammengekommen, um Ihnen, den Angehörigen, Freunden und Kameraden zu zeigen: Sie stehen in Ihrem Schmerz nicht allein“, unterstrich der Minister und verneigte sich in Dankbarkeit und Anerkennung im Namen der Bundesrepublik vor den drei Soldaten, die für Deutschland gefallen sind.
„Mögen Sie in Frieden ruhen.“
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